Stand des Mobilfunk in Deutschland – ein Überblick – Der deutsche Mobilfunkmarkt zeigt sich zum Ende des Jahres 2025 geprägt von einem anhaltenden Wachstum der Datennutzung, dem beschleunigten Ausbau der 5G-Infrastruktur sowie einer spürbaren Marktverschiebung hin zu den etablierten und neuen Netzbetreibern. Das lässt sich sowohl bei den D1 Tarifen als auch bei den Vodafone Flat und auch bei den O2 Handyverträgen feststellen. Während die klassische Sprachtelefonie über das Mobilfunknetz weiter an Bedeutung verliert und zunehmend durch datenbasierte Kommunikationsdienste ersetzt wird, steigt der Bedarf an Bandbreite und hochleistungsfähigen Netzanbindungen unvermindert an.
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Die folgenden Abschnitte fassen die zentralen Entwicklungen bei Kundenstrukturen, Datenvolumina, Telefonie und dem physischen Netzausbau auf Basis der Erhebungen der Bundesnetzagentur zusammen.
Nach Erhebungen der Bundesnetzagentur waren Ende 2025 in Deutschland 106,4 Millionen SIM-Profile aktiv geschaltet, was einer Versorgungsquote von rund 1,3 Profilen pro Kopf entspricht. Als aktiv gelten hierbei ausschließlich Verträge oder Prepaid-Karten, bei denen in den letzten drei Monaten eine Abrechnung oder Nutzung stattfand. Die rein maschinelle Kommunikation (M2M) ist in diesem Wert nicht enthalten. Als SIM-Profil werden technologieübergreifend alle Datensätze verstanden, die Geräten den Netzzugang ermöglichen – von der klassischen Plastikkarte bis zur eSIM.
Bei der Marktverteilung zeigte sich eine klare Verschiebung hin zu den Netzbetreibern, auf die Ende 2025 mit 95,5 Millionen Profilen etwa 90 Prozent des Marktes entfielen. Diensteanbieter und virtuelle Netzbetreiber (MVNO) hielten mit 10,9 Millionen Profilen verbleibende zehn Prozent. Ursache für diese Verteilung ist vor allem der Netzantritt der 1&1 Mobilfunk GmbH, die ihre Kunden bis Ende 2025 vollständig in das eigene Netz migrierte und damit ihre Rolle als reiner Diensteanbieter beendete.
Das Verhältnis zwischen Laufzeitverträgen und Guthabenkarten blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil: 73 Prozent (78,1 Millionen) nutzten einen Postpaid-Tarif, während 27 Prozent (28,3 Millionen) auf Prepaid-Angebote entfielen. Starkes Wachstum verzeichnete hingegen der M2M-Bereich: Die Zahl der Profilnutzungen für die automatisierte Kommunikation zwischen Maschinen stieg im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent auf 86,1 Millionen Ende 2025.
Inhaltsverzeichnis
Datenvolumen im Mobilfunk steigt weiter
Der Anstieg des mobilen Datenverkehrs setzt sich unvermindert fort. Nach den aktuellen Erhebungen der Bundesnetzagentur kletterte das genutzte Datenvolumen von 9.592 Millionen Gigabyte Ende 2024 auf 10.860 Millionen Gigabyte zum Jahresende 2025. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 13 Prozent. Parallel dazu stieg auch der monatliche Pro-Kopf-Verbrauch: Pro aktivem SIM-Profil wurden im Jahr 2025 durchschnittlich 8,4 Gigabyte pro Monat genutzt – ebenfalls ein Plus von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Weniger Gespräche als im Vorjahr
Die klassische Mobiltelefonie über Mobilfunknetze verzeichnet einen weiteren Rückgang. Im Jahr 2025 wurden im Inland 131,6 Milliarden abgehende Gesprächsminuten geführt, was einem Schnitt von rund 102 Minuten pro Monat und aktivem SIM-Profil entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Gesprächsvolumen damit um knapp 11 Prozent. Dieser Trend erklärt sich vor allem durch die zunehmende Nutzung alternativer Kommunikationskanäle wie Messenger-Dienste oder Videotelefonie (NI-ICS), über die 2025 insgesamt 387 Milliarden Telefonie- und Videominuten abgewickelt wurden.
Die Verteilung der abgehenden Gespräche blieb im Jahresvergleich weitgehend stabil: Etwa 40 Prozent der Telefonminuten entfielen auf Verbindungen im eigenen Mobilfunknetz (on-net; Vorjahr 42 Prozent), rund 37 Prozent auf Anrufe in fremde deutsche Mobilfunknetze (Vorjahr 36 Prozent) und etwa 22 Prozent auf Festnetzanschlüsse (Vorjahr 20 Prozent).
Auch der ankommende Sprachverkehr in den Mobilfunknetzen reduzierte sich um rund 11 Prozent auf 115,2 Milliarden Minuten. Den größten Anteil machten dabei Anrufe aus anderen nationalen Mobilnetzen (48 Prozent) sowie netzinterne Verbindungen (43 Prozent) aus.
Fast 70.000 Basisstationen mit 5G
Der Netzausbau der Mobilfunkbetreiber setzte sich bis Ende 2025 dynamisch fort. Haupttreiber war die Erweiterung der 5G-Infrastruktur, die die Gesamtzahl der aktiven Funk-Basisstationen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 7 Prozent auf 238.820 ansteigen ließ. Während die Zahl der LTE-Basisstationen moderat um rund 4 Prozent auf 92.036 wuchs, legte 5G mit einem Plus von etwa 19 Prozent deutlich zu und erreichte Ende 2025 insgesamt 67.272 Stationen. Zur punktuellen Netzverdichtung in stark frequentierten Innenstädten kamen an 3.464 Standorten Small Cells zum Einsatz, um die Kapazität, die Übertragungsgeschwindigkeiten und die Qualität hochauflösender Datenströme gezielt zu verbessern.
Technisch stützt sich die 5G-Infrastruktur weiterhin zu großen Teilen auf bestehende 4G-Netze (5G Non-Standalone / 5G NSA). Wesentlich hierbei ist Dynamic Spectrum Sharing (DSS), welches die parallele Nutzung von 4G und 5G im selben Frequenzbereich ermöglicht und Ende 2025 bei rund 82 Prozent der 5G-fähigen Stationen zum Einsatz kam. Da DSS-Stationen meist doppelt gezählt werden (sowohl als 4G- als auch als 5G-Station), spiegelt sich dies in den Gesamtzahlen wider. Parallel schritt der Aufbau von eigenständigen 5G Standalone-Netzen (5G SA) voran. Durch die direkte Anbindung bestehender Masten an ein reines 5G-Kernnetz lassen sich maximale Datenraten und geringe Latenzzeiten für Echtzeitanwendungen realisieren.
Da an einem physischen Antennenstandort meist Sender für verschiedene Standards installiert sind, lag die Zahl der tatsächlichen Mastenstandorte Ende 2025 mit 93.395 deutlich unter der Gesamtzahl der Basisstationen. Wird ein Standort von mehreren Anbietern gemeinsam genutzt (Site Sharing), fließt er mehrfach in die Statistik ein. Für die Anbindung dieser Masten an das Kernnetz dominiert Glasfaser mit einem Anteil von rund 60 Prozent (ein Plus von etwa 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr), gefolgt von Richtfunk mit etwa 41 Prozent. Da manche Standorte redundanzhalber über beide Techniken verfügen, liegt die Summe der Prozentwerte über 100. Ein kleiner Teil der Masten ist nach wie vor über klassische Kupferleitungen angebunden.

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Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen – einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?
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