
Die erste SIM-Karte für Handys in Deutschland wurde im Jahr 1991 vom Münchner Unternehmen Giesecke & Devrient entwickelt. Allerdings kam die SIM-Karte erst im Juni 1992 mit dem Start des ersten digitalen Mobilfunknetzes in Deutschland, dem D2-Netz von Mannesmann Mobilfunk (heute Vodafone), in den regulären Gebrauch. Zu Beginn waren SIM-Karten vor allem für Geschäftskunden gedacht. Erst im Laufe der Zeit wurden sie auch für Privatkunden erschwinglicher und verbreiteter.
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Die erste SIM-Karte in Deutschland hatte das Format einer Scheckkarte. Dies wird auch als Full-Size-SIM oder Standard-SIM bezeichnet. Die Abmessungen betragen 85,6 mm × 54 mm und die Dicke 0,76 mm.
Heutzutage sind die meisten SIM-Karten deutlich kleiner. Im Jahr 1996 wurde die Mini-SIM eingeführt, die mit 25 mm × 15 mm × 0,76 mm deutlich kleiner ist. Noch kleiner sind die Micro-SIM (15 mm × 12 mm × 0,76 mm) und die Nano-SIM (12,3 mm × 8,8 mm × 0,67 mm), die in den meisten modernen Smartphones verwendet werden.
Die Größe der SIM-Karte hat sich im Laufe der Zeit aus mehreren Gründen verringert:
- Miniaturisierung der Technik: Die elektronischen Komponenten in SIM-Karten wurden immer kleiner, so dass auch die Karten selbst kleiner werden konnten.
- Platzeinsparung in Mobiltelefonen: Kleinere SIM-Karten ermöglichen es, die Größe und das Gewicht von Mobiltelefonen zu reduzieren.
- Kompatibilität: Mit der Einführung von Adaptern können alle SIM-Formate in allen gängigen Mobiltelefonen verwendet werden.
Übrigens: Die ursprüngliche Scheckkarten-SIM war nicht nur groß, sondern auch relativ teuer. Die Kosten für eine SIM-Karte lagen damals bei hunderten von Mark (Grundgebühr + Mindestumsatz + Nutzungskosten).
An eine eSIM war damals noch nicht zu denken. Weder die Geräte noch die Software unterstützen diese Technik. Bis zu ersten eSIM mussten daher noch mehr als 20 Jahre vergehen.
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Vor der Einführung der SIM-Karte (Subscriber Identity Module) Anfang der 1990er-Jahre waren Mobilfunkanschlüsse fest an das jeweilige Telefon gekoppelt. Ein Wechsel des Telefons bedeutete daher meist auch eine Änderung der Rufnummer oder eine aufwendige Umprogrammierung durch den Netzbetreiber.
Die Identifikation und Authentifizierung im Mobilfunknetz funktionierte damals über folgende Mechanismen:
- Gerätegebundene Kennungen (MIN & ESN): In analogen Mobilfunknetzen (wie dem US-amerikanischen AMPS-Standard oder den ersten A-/B-/C-Netzen) identifizierte sich das Telefon über zwei fest im Gerät verankerte Nummern:
- ESN (Electronic Serial Number): Eine weltweit einmalige Seriennummer, die vom Hersteller fest in den Mikrochip (ROM) des Telefons eingebrannt wurde.
- MIN (Mobile Identification Number): Die dem Gerät zugewiesene Telefonnummer, die vom Netzbetreiber direkt in den Speicher des Telefons programmiert wurde.
- Firmware-Umprogrammierung beim Telefonwechsel: Wollte man ein neues Handy nutzen, musste der Kundendienst oder ein Fachhändler das neue Gerät per Software-Spezialcode mit der Handynummer (MIN) und den Kundendaten verknüpfen.
- Proprietäre Steckkarten oder fest eingebaute Chips: In manchen Übergangsnetzen (wie dem deutschen C-Netz) kamen bereits Vorläufer der SIM-Karte zum Einsatz – etwa Chipkarten im Scheckkartenformat oder fest verlötete Sicherheitsoberflächen, die als physischer Schlüssel zum Netz dienten.
Erst mit dem GSM-Standard (2G) wurde die Identität des Nutzers (auf der SIM-Karte hinterlegt als IMSI – International Mobile Subscriber Identity) vollständig von der Identität des Geräts (gekennzeichnet durch die IMEI) getrennt.
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Ich begleite die Entwicklungen im Bereich der Telekommunikation und des Mobilfunks bereits seit 2006 und schreibt regelmäßig zu den Theme Handytarife, Smartphones, Allnet Flat und zu den anderen Bereichen, die mit dem Mobilfunk zusammenhängen. Ziel ist es dabei die Verbraucher möglichst einfach und dennoch umfassend über die Produkte auf dem Markt zu informieren und vor allem die neuen Entwicklungen verständlich zu beschreiben. Bei Problemen oder Fragen – einfach die Kommentare nutzen oder micht direkt anschreiben. Mehr zu mir und meinem Hintergrund: Wer schreibt hier?
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