O2 Prepaid Tarife mit Weiter-Surf Garantie: wie schnell sind 1 Mbit/s wirklich?

Autor: Bastian Ebert

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O2 Prepaid Tarife mit Weiter-Surf Garantie: wie schnell sind 1 Mbit/s wirklich? – O2 hat die Prepaid Tarife mit einem Feature ausgestattet, dass es bereits vor einigen Jahren bei den Laufzeit-Tarifen des Unternehmens gab: der Weitersurf-Garantie. Dahinter steht eine Drosselung, die nicht ganz so langsam ist wie bei anderen Anbietern. Konkret surfen die O2 Prepaid Tarife auch dann noch mit Geschwindigkeiten bis 1 MBit/, wenn das monatliche Datenvolumen verbraucht ist. Daher auch der Name Weitersurf-Garantie, weil man auch dann weiter Surfen kann, wenn man eigentlich schon kein Datenvolumen mehr hat.

 


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In den ersten Tarifgeneration lag der Speed dabei sogar noch niedriger. Man konnte nur mit 384 kBit/s Surfen. Aktuell wurde dies aber für alle Tarife auf 1 Mbit/s erhöht.

Für Nutzer ist damit natürlich vor allem interessant, wie schnell die 1 Mbit/s in der Praxis sind und was man damit machen kann oder auch nicht. In diesem Artikel wollen wir zeigen, welche Erfahrungen es mit dieser Geschwindigkeit gibt und wie man testen kann, wie schnell 1 MBit/s wirklich sind.

O2 Prepaid Tarife Erfahrungen: wie schnell sind 384 kbit/s wirklich?

Die Praxiserfahrungen mit Mobilfunktarifen, die auf eine Geschwindigkeit von 1 MBit/s begrenzt oder gedrosselt sind, zeigen ein sehr zweigeteiltes Bild und hängen stark von den individuellen Nutzungsgewohnheiten ab. Im Bereich der reinen Alltagskommunikation und Textanwendungen fallen die Rückmeldungen überwiegend positiv aus. Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Telegram funktionieren für Text- und Sprachnachrichten absolut reibungslos, und auch die Navigation über Google Maps sowie das Streamen von Musik über Plattformen wie Spotify im Standardmodus laufen im mobilen Alltag ohne spürbare Verzögerungen oder Aussetzer.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich jedoch, sobald visuelle oder datenintensive Inhalte ins Spiel kommen, wo die Nutzerberichte von erheblichem Frust geprägt sind. Moderne Social-Media-Plattformen wie TikTok oder Instagram Reels sind mit dieser Bandbreite kaum nutzbar, da die Videos beim Scrollen ständig nachladen müssen und der Bildschirm oft sekundenlang schwarz bleibt. Auch das klassische Surfen im Web wird durch aufwendig gestaltete, bildlastige Websites und Werbebanner zu einer Geduldsprobe, bei der Ladezeiten von über zehn Sekunden keine Seltenheit sind. Video-Streaming auf YouTube oder Netflix ist zwar grundsätzlich möglich, reguliert sich in der Praxis jedoch automatisch auf eine sehr niedrige, oft unscharfe SD-Auflösung herunter. Größere App-Downloads oder System-Updates von unterwegs werden von den meisten Nutzern aufgrund der extrem langen Wartezeiten komplett gemieden.

Zusammenfassend wird ein solcher Tarif in Erfahrungsberichten oft als solides und stressfreies Sicherheitsnetz für Gelegenheitsnutzer, Kinder oder ältere Menschen beschrieben, die ihr Smartphone primär zum Chatten, Telefonieren und Navigieren verwenden. Für Power-User, die viel Zeit mit bewegten Bildern und in sozialen Netzwerken verbringen, erweist sich die Geschwindigkeit von 1 MBit/s im modernen Mobilfunkalltag hingegen als nicht mehr zeitgemäß.

HINWEIS Die Prepaid Allnet Flat bei O2 haben mittlerweile auch kostenloses 5G bekommen. An der Weitersurf-Garantie ändert dies aber nichts, der Speed wird auch bei den 5G Tarifen auf 1 MBit/s reduziert.

Was geht mit 1 MBit/s alles nicht?

Mit einer Geschwindigkeit von 1 MBit/s im Mobilfunknetz stößt man im modernen Digitalalltag sehr schnell an Grenzen. Da heutige Apps, Websites und Medien für deutlich schnellere Leitungen optimiert sind, ist die Nutzung vieler Dienste entweder komplett unmöglich oder mit extremen Wartezeiten und Rucklern verbunden. Folgende Anwendungen lassen sich mit 1 MBit/s nahezu gar nicht oder nur mit massivem Frust nutzen:

1. Video-Streaming in hoher Qualität (Netflix, YouTube, Disney+ & Co.)

  • Nicht möglich: Streaming in Full HD (1080p) oder gar 4K (UHD). Für Full HD werden mindestens 5 MBit/s benötigt, für 4K ab 15 bis 25 MBit/s.
  • Die Folge: Videos puffern endlos oder die Apps regeln die Qualität automatisch so weit herunter (auf Pixelmatsch wie 240p oder 360p), dass das Zuschauen keinen Spaß mehr macht.

2. Social Media mit Fokus auf Videos (TikTok, Instagram Reels, YouTube Shorts)

  • Nicht möglich: Flüssiges Scrollen durch den Feed.
  • Die Folge: Da TikToks und Reels sofort beim Wischen laden müssen, bleibt der Bildschirm sekundenlang schwarz. Der Content stockt ständig, da die Videos nicht schnell genug im Hintergrund heruntergeladen werden können.

3. Größere App-Updates und Downloads

  • Nicht möglich: Das schnelle Herunterladen von Apps, Spielen oder System-Updates von unterwegs.
  • Die Rechenaufgabe: Ein moderner App-Download oder ein Update von überschaubaren 500 MB dauert bei konstant perfektem 1 MBit/s Empfang rechnerisch über eine Stunde. Größere Spiele-Updates im Gigabyte-Bereich sind völlig utopisch.

4. Cloud-Dienste und Foto-Backups (Google Fotos, iCloud)

  • Nicht möglich: Das schnelle Sichern oder Betrachten von hochauflösenden Fotos und Videos in der Cloud.
  • Die Folge: Wer unterwegs ein selbst aufgenommenes 4K-Video hochladen oder ein großes Fotoalbum öffnen möchte, blockiert die Leitung für eine gefühlte Ewigkeit. Der Upload von 1 MBit/s ist meistens sogar noch geringer als der Download.

5. Aufwendige Websites und Online-Shopping

  • Nicht möglich: Das schnelle Laden moderner, bildlastiger Webseiten (z. B. Zeitungsportale mit viel Werbung oder Online-Shops wie Amazon und Zalando).
  • Die Folge: Es dauert oft 10 bis 20 Sekunden, bis eine einzige Seite vollständig aufgebaut ist, da unzählige Produktbilder, Tracker und Skripte gleichzeitig geladen werden müssen.

6. Musik-Streaming in High-Fidelity (Lossless Audio)

  • Nicht möglich: Das Streamen von Musik in extrem hoher Qualität (z. B. Apple Music Lossless oder Tidal HiFi).
  • Die Folge: Die Musik bricht mitten im Song ab, um nachzupuffern. (Normales komprimiertes Streaming über Spotify oder Internetradio funktioniert mit 1 MBit/s hingegen meist noch recht solide).

Fazit: 1 MBit/s reicht heute eigentlich nur noch für reine Text-Kommunikation (WhatsApp-Nachrichten ohne große Bilder/Videos), einfaches mobiles Bezahlen, Google Maps Navigation und das Abrufen von E-Mails. Sobald bewegte Bilder oder größere Datenmengen ins Spiel kommen, ist die Geschwindigkeit nicht mehr zeitgemäß.

Video: 1Mbit/s in der Praxis – so schnell ist das

Wer es selbst mal testen möchte: es gibt mit Charlesproxy einen Simulator, mit dem man ausprobieren kann, wie schnell 1 MBit/s sind. Der Proxy begrenzt den Speed auf genau diesen Speed und man sieht daher recht gut, wie schnell Seiten und Videos laden. Das Programm ist kostenlos hier zu bekommen:

HINWEIS Für die aktuellen Tarife von O2 Mobile gibt es KEINE Weitersurf-Garantie mehr. Dafür setzen diese Angebote auf andere Bonus-System wie den O2 Pay Stop oder das Unlimited on Demand System.

Die aktuellen O2 Prepaid Tarife im Überblick

o2 Prepaid Freikarte
o2 Prepaid Freikarte
0.00€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: 9.0 Cent
SMS: 9.0 Cent
Internet:
Tarif im O2-Netz
1 Monat
o2 Prepaid M
o2 Prepaid M
14.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (40GB 300Mbit/s)
Tarif im O2-Netz
1 Monat
o2 Prepaid L
o2 Prepaid L
19.99€
Grundgeb.

(0.00€ Kaufpreis)
Telefon: Allnet-Flat
SMS: SMS-Flat
Internet: Flat (80GB 300Mbit/s)
Tarif im O2-Netz
1 Monat

Einen Vergleich aller Handytarife gibt es hier: Handy Tarife Vergleich.
Details zur Funktionsweise unseres Tarifrechnets haben wie hier zusammengefasst: So arbeitet unser Tarifrechner.

Weitere Anbieter im O2 Netz

O2 Tarife

Im O2 Netz finden sich viele sehr günstige Anbieter und oft findet man die besten Preise oder das meiste Datenvolumen monatlich bei den O2 Anbieter. Der Überblick: O2 Tarife

Der Basis-Tarif – Die O2 Freikarte

Die kostenlose Simkarte von O2 bietet einen reinen 9 Cent Tarif ohne größere Überraschungen. Man kann auch 5G nutzen (aber noch kein 5G SA), eine Grundgebühr oder eine Mindestlaufzeit gibt es im Grundtarif bei dieser Handykarte nicht. Da man die Sim registrieren muss, ist es leider keine direkte Wegwerf-Simkarte. Die Tarifdetails sehen wie folgt aus:

  • 9 Cent pro Gesprächsminute in alle deutschen Netze
  • 9 Cent pro SMS in alle deutschen Netze
  • 99 Cent pro Tag Internet-Zugang mit LTE und bis zu 225Mbit/s
  • Drosselung ab 30MB Datenübertragung pro Tag
  • keine Grundgebühr, keine Mindestvertragslaufzeit

Den Grundtarif der O2 Freikarte findet man hier: O2 Freikarte kostenlos holen*

Sollte das Guthaben nicht mehr ausreichen um einen anderen O2 my Prepaid Tarif zu buchen, wird immer automatisch der 9 Cent Tarif genutzt. Dieser hat keine Grundgebühr und kann daher auch ohne Guthaben bestehen bleiben.

Den Grundtarif der O2 Freikarte findet man hier: O2 Freikarte kostenlos holen*

Die O2 my Prepaid Allnet Flat

Sowohl der O2 my Prepaid Basic Tarif als auch die Allnet Flat haben eine Laufzeit von 28 Tagen und können zum Ende dieses Zeitraums gekündigt werden, was eine langfristige Vertragsbindung vermeidet. Die Preise beginnen bei 12,99 Euro für 6 GB monatliches Datenvolumen der Prepaid Allnet Flat und reichen bis zu 18 GB für 22,99 Euro. O2 hebt weitere Vorteile hervor:

Mehr Datenvolumen: Der O2 Prepaid M Tarif bietet zum Beispiel 12 Gigabyte, das ist 54 Prozent mehr als beim vorherigen Tarif. In den ersten vier Wochen beträgt der Preis 14,99 Euro, danach 17,99 Euro pro 4 Wochen (zum Vergleich: der vorherige O2 Prepaid M Tarif bot 6,5 Gigabyte für 14,99 Euro).
Hohe Surfgeschwindigkeit: Mit den O2 Prepaid S, M und L Tarifen erreichen Kund:innen dank LTE Max Geschwindigkeiten von bis zu 225 Mbit/s im Download und bis zu 50 Mbit/s im Upload.
Weitersurfgarantie: Bei den O2 Prepaid Tarifen ab S wird die gedrosselte Geschwindigkeit automatisch von 32 kbit/s auf 384 kbit/s erhöht, was Audio-Streaming (z.B. Musikdienste wie Spotify), textbasierte Nachrichten (wie E-Mails, Messaging und WhatsApp-Chats) und Audio-Telefonie (z.B. WhatsApp-Calls) weiterhin ermöglicht.
Zudem verlängern sich diese my Prepaid Tarife automatisch um weitere 28 Tage, sofern sie nicht gekündigt werden und genügend Guthaben vorhanden ist. Die my Basic Angebote können somit bequem dauerhaft genutzt werden, ohne dass man sie ständig neu buchen muss. Es ist jedoch wichtig, für eine ausreichende Kontodeckung zu sorgen, weshalb eine automatische Aufladung empfehlenswert ist.

Video: Genau hingeschaut bei den O2 Prepaid Flat

Weitere Infos zu O2 Prepaid


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